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Zu den bedeutendsten Chronisten des Domes der letzten Jahrzehnte gehört der frühere kantonale Denkmalpfleger Hans-Rudolf Heyer, der im Oktober 2007 gestorben ist. Aus seinem Buch Der Dom zu Arlesheim, herausgegeben vom Organisationskomitee 300 Jahre Dom zu Arlesheim und erschienen bei Schwabe&Co. AG Basel (1981), stammen die nachstehenden Auszüge:

Man könnte (...) angesichts der Architektur des Domes von einer Vorstufe des Frühbarocks sprechen, um ihm gerecht zu werden. Der barocke Einheitsraum ist zwar vorhanden, aber noch derart in der Tradition der sogenannten Baumeisterarchitektur verhaftet, dass der barocke Erneuerungswille noch nicht voll zum Durchbruch kommt. Es haftet dem Dom des 17. Jahrhunderts noch viel von den Formen der deutschen Spätrenaissance an, was sicher auch auf die Herkunft des Architekten und zum Teil auf die bescheidenen Mittel des Basler Domkapitels zurückgeht. (Seite 7)

Das Domkapitel war reich und konnte sich den Aufwand leisten, den der adelige Stand erforderte. Auch von einer Treibjagd der Domherren in Ettingen wird berichtet. Domherr zu sein, war damals eine einträgliche Sache, jedoch auf Mitglieder bestimmter Familien beschränkt. Da die Weihen nicht als notwendige Voraussetzung betrachtet wurden und Privateigentum erlaubt war, blieb als einziger Unterschied gegenüber dem übrigen Adel das Zölibat als Einschränkung. Unter diesem Gesichtspunkt waren die Domherren eher weltlichen als geistlichen Standes. (Seite 90)